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Das Musée Visionnaire zwischen Hauptbahnhof, Universität und Kunsthaus bietet einen prominenten Raum für die Kunst von Aussenseitern: Art Brut sprengt Grenzen, ist überwältigend, kennt keine Konventionen und ist manchmal schwer erträglich, fragil oder vergänglich. Die Öffentlichkeit soll dies nicht nur sehen, sondern an Kunst und Museum teilhaben. Das Musée Visionnaire bereichert das kulturelle Leben der Stadt Zürich mit vielfältigen Ausstellungen. Und dies nicht nur hinsichtlich der gezeigten Werke, sondern auch durch den experimentellen Charakter der Ausstellungsformate und das Streben nach einem Diskurs.

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Der Name Musée Visionnaire bezieht sich zum einen auf den englischen Begriff der Visionary Art, der auf den bald bahnbrechenden, bald obsessiven Charakter der Kunst verweist, zum anderen auf das Bestreben, die Besuchenden aktiv in den Prozess der Kuration einzubinden und Werke zu entdecken, die sonst kaum im Museum zu finden sind. Die facettenreiche Struktur des Musée Visionnaire entspricht der Lebendigkeit und Dynamik von Outsider Art und inszeniert ihre vielfältigen Facetten in unterschiedlichen Ausstellungsformaten.
Die Besucher|innen erwarten hier wechselnde Ausstellungen mit Werken von internationalen Grössen der Art Brut bis zu unbekannten Aussenseitern. Um die Öffentlichkeit in den Museumsbetrieb einzubinden, finden zudem Bilderwahlen statt, bei denen vom Publikum gewählte und kommentierte Exponate ausgestellt werden, sowie diverse Veranstaltungen, die Austausch und Kritik fördern. Dazu steht dem Musée Visionnaire die Sammlung S. Brunner als Leihgabe zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit weiteren Künstler|innen, Sammler|innen und Institutionen streben wir danach, Art Brut ebenso roh wie raffiniert einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft zu machen.