Archiv

Programm Winter 2013/14

Programm Sommer 2014

Programm Herbst/Winter 2014/15

Programm Sommer 2015

Programm Winter/Frühling 2015/16

Programm Sommer/Herbst 2016

Programm Winter/Frühling 2016/17


GROSSER SAAL, ENTRESOL UND PAVILLON

INSIDER – OUTSIDER

9. NOVEMBER 2016 – 25. JUNI 2017

ivi-programm-insideroutsider_fruhling-2017_nur-bild

Die Ausstellung INSIDER – OUTSIDER zeigt über 100 Werke von wichtigen Vertreterinnen und Vertretern der Aussenseiterkunst. Allen Protagonstinnen und Protagonisten ist gemeinsam, dass ihre Werke entweder der Art Brut, der Art Naïve oder der Outsider Art zugeordnet werden. Doch was heisst das eigentlich? Wer ist hier ein Aussenseiter? Ist der Begriff Art Naïve noch zeitgemäss? Wann ist eine Künstlerin eine Art Brut Künstlerin?

Die Welt der Aussenseiter ist unermesslich gross und facettenreich. Es gibt viele Bezeichnungen für diese interessante Kunstform. Gewisse Begriffe sind überholt, andere historisch und der Versuch, einzelne Künstler im zeitgenössischen Kunstkontext zu positionieren, wird immer wieder ins Auge gefasst.

Josef WITTLICH wurde 1967 entdeckt und lange als naiver Maler bezeichnet. Heute ist sein Werk in zahlreichen bedeutenden Sammlungen der Art Brut vertreten und der 2013 erschienene umfassende Werkkatalog  bezeichnet sein Werk weder als naive Kunst noch als Art Brut, sondern als AVANT-POP.

wit-015

Bild: A. Wittlich, Eine Frau, 1969. Courtesy D. Lange

Outsider Art, Art Brut oder Art Naïve. Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten? Die Ausstellung INSIDER – OUTSIDER bietet Ihnen über 100 Möglichkeiten, sich ein Bild zu machen, und will dazu anregen, immer wieder eine neue Perspektive einzunehmen.

«Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.»

David Hume, Philosoph, Ökonom und Historiker.

Die Begriffe INSIDER und OUTSIDER beziehen sich auf soziale Bindungen und Trennungen, auf Wissen und Nicht-Wissen, auf Inklusion und Exklusion.

Doch wer ein Outsider oder ein Insider ist, hängt von dem jeweiligen Standpunkt ab, von dem aus man die Grenze zwischen „innen“ und „aussen“ zieht. Wer aber ist in der Lage, solche Grenzziehungen vorzunehmen? Innen und aussen zu definieren?

Der Künstler, der Sammler, der Kunsthistoriker, der Kurator, der Markt oder einfach der Betrachter? Es sind die Insider. Sie wissen, um was es geht, es sind die Eingeweihten, die die wissen, was in welche Schublade gehört. Die Outsider werden von den Insidern so bezeichnet. Es sind nicht die Künstler selbst, die sich Outsider nennen. Die Definition müssen sie durch andere hinnehmen. Auch wenn letztlich niemand – ob Insider oder Outsider –  schubladisiert werden möchte.

«Eine strikte Trennung zwischen naiver Kunst und Art brut hat theoretisch ihre Berechtigung, doch sind die Grenzen, praktisch gesehen, meist fliessend.»

Elisabeth Grossmann, Kunsthistorikerin.

Die Kunst der Aussenseiter wird zuweilen auch als ARTISTS ART bezeichnet. Nicht nur Jean DUBUFFET, der den Begriff der ART BRUT erfand und eine grosse Sammlung aufbaute (Collection de l’art brut, Lausanne), sondern viele weitere Künstler suchten und suchen heute noch Inspiration bei den Outsidern.

Wer sind die Outsider? Es sind nicht die Hobbykünstler oder Kinderzeichnungen, es ist nicht die Therapiekunst, es sind auch nicht zwingend die psychisch kranken oder körperlich beeinträchtigten Künstler. Ebensowenig sind alle Outsider Autodidakten oder gesellschaftlich ausgegrenzt.

Camille BOMBOIS (1883 – 1970), selbst ein Boxsportler, hält in den zartesten Farbtönen fest, was er persönlich in der Zirkusmanege miterlebte.

Keiner gleicht dem anderen, keiner hat die gleichen Merkmale wie der andere. Die Versuche, Vergleiche herzustellen oder Gemeinsamkeiten zu sehen, dienen dazu, die Outsider besser zu verstehen. Allgemeingültig können sie aber nicht definiert werden.

Die Girls von Guido GUINDANI haben eine Ästhetik, die irritiert und keinerlei Referenzen kennt. Sie starren, kreischen vielleicht und packen den Betrachter.

giundani_31

Bild: A. Guindani, Una ragazza.
Courtesy B. Tosatti

Der Begriff OUTSIDER ART wurde 1972 von Roger Cardinal als englischer Begriff für ART BRUT eingeführt. Heute bezieht sich OUTSIDER ART gleichsam auf ART BRUT wie auch auf NAIVE KUNST, Kunst der Autodidakten oder viele weitere verwandte Kunstformen wie folk art, visionary art und neuve invention. Auf Deutsch ist es die Kunst der Aussenseiter, die, wie oben dargelegt, kaum ein Merkmal aufweist, das auf alle Aussenseiterkünstler gleichermassen zutrifft. OUTSIDER ART schliesst alle Aussenseiter mit ein, ist also am umfassendsten und der am ehesten treffende Begriff für dieses facettenreiche Universum.

Fritz FRISCHKNECHT verkaufte einem Händler eines Tages das Bild aus seiner guten Stube. Seine Frau wurde wütend und er musste Abhilfe schaffen. So fing er selbst an zu malen. Seine Bilder zeigen die Appenzeller Landschaft und Tradition. Mit Stecknadeln malt der Künstler jedes kleinste Detail – bis zum Hosenknopf der Sennen- und Sonntagstracht.

frischknecht-8

Bild: F. Frischknecht, Die Quelle.

Das direkte Umfeld ist die grösste Inspirationsquelle des naiven Künstlers, wenn auch überwiegend geschönt und von allem Hässlichen, Öden und Tristen befreit. Mit einer geradezu klassischen Sprache wiedergibt der Künstler alles möglichst realitätsgetreu. Er verwendet häufig klassische Materialien und Formate wie Leinwand und Ölfarbe. Viele naive Künstler versuchen, mit der Wahl ihrer Sujets dem Alltagstrott zu entfliehen, Langeweile und Trübsinn hinter sich zu lassen.

«Einig mit sich selbst und glücklich im Gefühl seiner Menschheit».

Friedrich Schiller über den naiven Menschen.

Die Bezeichnungen, die Sammler oder andere Künstler den Naiven geben, treffen aber viel eher mitten ins Herz und beschreiben die einzigartige Leidenschaft, der sich die Künstler und Betrachter naiver Kunst hingeben. So nannte der Schweizer Sammler Josef John sein erstes grosses Buch über seine Sammlung „Meine Freunde – die ungelernten Meister“ und schrieb, dass der echte naive Maler mit dem Sammler gemeinsam habe, dass er sein Metier ebensowenig erlernen könne wie ein Sammler:

«Bei beiden passiert das Entscheidende nicht im Kopf, sondern aus einem unergründlichen Zwang heraus. »

Der Begriff ART BRUT (rohe Kunst) stammt vom Künstler Jean Dubuffet, der in den 1940er Jahren anfing künstlerische Werke zu sammeln, die aus den Randzonen des gesellschaftlichen, offiziellen Lebens und frei von jeglichem Einfluss von aussen entstanden, die roh und unverfälscht waren.

Benjamin BONJOUR fing im hohen Alter an zu malen. Die Anerkennung durch Ausstellungen im In- und Ausland wie auch in Publikationen oder die Aufnahme seiner Werke in namhafte Sammlungen waren ihm völlig gleichgültig.

bon-029-turkis-kopie

Bild: B. Bonjour, O.T..
© SSB

Die künstlerische Qualität vieler ART-BRUT-Künstler liegt in einer eigenen Ordnungstendenz, die zuweilen bis zur Entwicklung von eigenen, hoch komplexen Systemen führt. Eine neue Welt entsteht – eine, die nur der Künstler selbst verstehen kann.

Carlo ZINELLIS symbolgeladene Bilder strotzen von einer immensen Erzählkraft. Die Geschichte ist schwer zu deuten und zeugt von unendlicher Vielschichtigkeit und Verflechtung.

Oft ist eine Obsession zentrales Merkmal des Schaffens und verleiht dem Werk eine geballte Ladung an Konzentration und Kraft. Ob der Künstler uns, die Betrachter, zu Eingeweihten macht, liegt allein in seinen Händen. Dementsprechend wird er zum Insider seines eigenen Kosmos und erschafft eine Welt, die es mit Sicherheit kein zweites Mal gibt.

Aloïse CORBAZ (1886 – 1964) lebte 46 Jahre lang in einer psychiatrischen Klinik und baute sich dort schreibend und malend eine autonome und in sich geschlossene Kosmologie auf.

Nebst weiteren zeitgenössischen Kuratoren, Kunstkritikern, Betrachtern und Sammlern umschreibt auch Balthazar Lovay (Kurator Kunsthalle Fribourg) die Problematik der beschriebenen Kategorisierungsversuche in seinem Katalog über Pascal VONLANTHEN (ausgestellt im Musée Visionnaire bei GO WEST, 2016) sehr treffend und schlägt folgenden Perspektivenwechsel vor:

«Statt uns zu fragen, in welche Kategorie ein Künstler gehört, sollten wir uns leiten lassen, von dem, was uns sein Werk erzählt, und versuchen, es vor dem geschichtlichen Hintergrund zu verstehen, in dem es entstanden ist. »

Wir verstehen diesen Aufruf als friendly reminder, denn es ist genau das, was Insider beim Entdecken der Outsider Art seit jeher machen, und wir wünschen Ihnen beim Entdecken viele ungewöhnliche Momente.

 


GROSSER SAAL, ENTRESOL UND PAVILLON

GO WEST! Art Brut Westschweiz

Ausstellung von 25. Mai bis 23. Oktober 2016

Die Künstlerinnen und Künstler Rosalina ALEIXO (FR), Isabelle GAY (VD), Heinz LAUENER (BE), Sabrina RENLUND (GE), Pascal VONLANTHEN (FR) und Clemens WILD (BE) sind seit mehreren Jahren künstlerisch tätig und machen mit ihren poetischen, ausdrucksstarken Werken von sich reden. Für alle ist es die erste Ausstellung in Zürich und damit eine Premiere der besonderen Art.

«Heutzutage muss man für alles den Bachelor haben, um weiterzukommen. Bei uns ist es genau umgekehrt: Hätten wir den Bachelor, wären wir nicht mehr Art-Brut-Künstler.» Clemens WILD

Clemens-Wild---DIANA

Clemens Wild, Diana, undatiert

Kurz und bündig – und mit einer grossen Portion Ironie – umreisst Clemens WILD nicht nur ein Phänomen der heutigen Zeit, in der man für alles irgendein Diplom vorweisen muss, sondern er spricht zudem ein wichtiges Charakteristikum der Art Brut an: Die meisten Kunstschaffenden sind Autodidakten. Die sechs Westschweizerinnen und Westschweizer bilden hier keine Ausnahme. Ihre Werke entstehen weitgehend unabhängig von Einflüssen des etablierten Kunstbetriebs. Keiner dieser Künstler genoss eine klassische gestalterische Ausbildung. Niemand von ihnen lernte die Farben-, Formen- und Perspektivlehre. Ein innerer Drang treibt sie an, ihre Ideen spontan und unreflektiert aufs Papier zu bringen. Heinz LAUENER aus Bern meint dazu: «Die fertige Idee ist in meinem Kopf. Sie muss nur noch raus und umgesetzt werden.» Auf diese Weise entstehen Werke mit einem unverkennbaren, persönlichen Stil, der nicht schubladisierbar ist. Gerade diese Bandbreite an unterschiedlicher Ausarbeitung macht den Reiz der Art Brut und Outsider Art aus. Der Betrachter wird immer wieder von neuem in den Bann dieser «rohen Kunst» gezogen und von der besonderen Sicht und Darstellung der inneren und äusseren Welt gefesselt.

H.Lauener_Badi

Heinz Lauener, Badi, undatiert

 

KÜNSTLERISCHE GRENZGÄNGER
Viele Art-Brut-Künstler weisen eine schwierige Vita vor, sind nicht in den als «normal» bezeichneten gesellschaftlichen Strukturen eingebunden und leben als soziale Aussenseiter. Doch wie wissen wir, wer ein Aussenseiter ist, ohne zuerst Innen und Aussen zu definieren? Wer setzt diese Grenze und was macht einen Künstler zum Outsider (-Artist)? Gerade Art-Brut-Künstler sind es, die Grenzen sprengen, indem sie sich um keine Konventionen kümmern. Ist es daher nicht paradox, diese als Outsider festmachen zu wollen?

Isabelle-Gay,-Sans-titre,-2011,-feutre-et-acrylique-sur-bristol,-cm-50x65

Isabelle Gay, ohne Titel, 2011

DAS WORT IM BILD
In dieser Ausstellung nimmt die Wechselwirkung von Schrift und Figuration eine zentrale Stellung ein. Manchmal werden die Buchstaben und Symbole als gleichberechtigtes bildgestalterisches Element angesehen und übernehmen eine ästhetisch-kompositorische Funktion.
Während der Text bei Clemens WILD eine begleitende Funktion übernimmt, im ästhetischen wie im erzählerischen Sinn, versieht Sabrina RENLUND ihre Werke mit einem spielerisch anmutenden Titel. In einer Bilder-Serie vermenschlicht sie Süssigkeiten. So wird der Wackelpudding zur «Mousses tremblantes» eine «zitternde Mousse». Der Text im Bild erklärt, was figurativ dargestellt ist, und setzt zugleich einen optischen Akzent. Ganz ähnlich ist es bei Heinz LAUENER. Viele seiner plastischen Werke sind angeschrieben. Aus dem verträumten Pärchen im Bett wird durch die Beschriftung «Jams Bond 007» ein Bezug zum berühmten Agenten hergestellt. In allen drei Fällen kann das Figurative nicht ohne den Text und umgekehrt existieren.

Sabrina-Renlund-Coup-de-Foudre-2015

Sabrina Renlund, Dessert “coup de foudre”, 2015

SCHREIBBILDER
Die Bildwerdung der Buchstaben und Symbole kumuliert in den Werken von Isabelle GAY und Pascal VONLANTHEN. Die aneinandergereihten Buchstaben erinnern an einen eigens gestalteten Code. Eine erklärende Funktion des Textes ist nicht erkennbar und die Aussage der Texte bleibt dem Betrachter verborgen. Wir vermögen den Code nicht zu entschlüsseln und dennoch sprechen die Bilder uns an. Allenfalls wird man an das babylonische Sprachengewirr erinnert, denn wie der Turm zu Babel ragen die «Schreibblöcke» VONLANTHENs hoch in die Leerräume des weissen Blattes. Als grafische Vorlage dienen ihm Magazine wie «20Minuten», deren Typographie er nachahmt. Bei GAY scheinen sich die Buchstaben und Symbole in ein Liniengefüge aufzulösen, um sich anschliessend wieder zu einem abstrakten ornamentartigen Geflecht zu verdichten.

Pascal-Vonlanthen,-Sans-titre,-2014,-Stylo-et-feutres-sur-papier,-70x50_Buch

Pascal Vonlanthen, Ohne Titel, 2014

SPRACHLOS – GRENZENLOS
Während sich bei GAY die flimmernden Linien gelegentlich zu einfachen Häusern verbinden, schichtet Rosalina ALEIXO geometrische Formen wie Bausteine aufeinander und lässt so ganze Stadtansichten und Landschaften entstehen. Als einzige Künstlerin in der Ausstellung kommt sie ganz ohne Buchstaben aus. Nicht einmal ihre Initialen setzt sie aufs Papier. Ein universal gültiges, unendliches Gewebe aus Farbflächen legt sie über alles. Die geometrischen Formen beschränken sich nicht nur auf die Architektur, sondern setzen sich auch in deren Umgebung grenzenlos fort.
Ganz egal wie sich der künstlerische Umgang mit der Schrift nun aber gestaltet, die eigenwilligen Verflechtungen von Text und figürlicher Darstellung finden auf verblüffende Art und Weise immer wieder den Weg zu einer formalen, in sich geschlossenen Einheit, die den Betrachter fesselt.
Sprachlos findet man sich vor den Werken wieder. Selbst Goethe scheint es bei der Betrachtung von Kunstwerken dann und wann so ergangen zu sein. Er der mit Worten umzugehen verstand wie kein anderer, musste neidlos eingestehen, dass «die Kunst eine Vermittlerin des Unaussprechlichen» sei.

Rosalina-Aleixo_04

Rosalina Aleixo, Carrés, 2014

 

KOOPERATIONEN und LEIHGABEN

Rosalina ALEIXO und Pascal VONLATHEN, die im Atelier Creahm in Villars-sur-Glâne arbeiten, Isabelle GAY vom Atelier Couleurs de L’Espérance in Etoy,

Heinz LAUENER und Clemens WILD, vom Atelier Rohling in Bern und Sabrina RENLUND vom Atelier Fondation Clair Bois-Pinchat in Vessy.

Weitere Koordination und Vermittlung verdanken wir Teresa Maranzano von mir’arts.


GROSSER SAAL UND PAVILLON

EINFACH TIERISCH!

Tiere in der Aussenseiterkunst

animals in outsider art

12.8.2015 –31.1.2016

verlängert bis 8.5.16

Die fünfte grosse Ausstellung im Musée Visionnaire zeig tierische! Werke von ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern der Art Brut / Outsider Art, die sich in ihrem Schaffen mit dem Tier und Fantasiewesen aller Art auseinandersetzen.

 

Ivan-Rabuzin_Liberté-Egalité-Fraternité-WEB

Ivan RABUZIN, Liberté, Egalité, Fraternité, 1963

DAS TIER ALS HOMMAGE

Der Kern der Ausstellung einfach tierisch! bilden Werke eines Künstlers, der Mollusken zur Hommage an die Natur machte: PAUL AMAR (Algerien, *1919), auch „der Muschelpapst” genannt. Die Art und Weise, wie Amar in seinen Werken Tiere verwendet, ist einzigartig. Er schafft aus ihnen bunte und leuchtende Werke. Diese zeichnen sich durch eine „Überfülle” und eine gewisse Hektik aus. Das Auge, das seine Skulpturen erblickt, kann sich nicht mehr davor verschliessen und sucht gespannt, die vielen Details zu erfassen.

 

Amar©SENTI

Paul AMAR, Arche de Noé, 2011

GEFAHR UND ERLÖSUNG

Die Tiger von PIETRO GHIZZARDI (Italien, 1906-1986)sind eigentliche Raubtiere, die zum Angriff neigen. Ghizzardis Leidenschaft zu zeichnen, wurde ihm bereits in die Wiege gelegt, doch seine ärmliche Herkunft erlaubte es ihm zunächst nicht, sich seinem Bedürfnis zuzuwenden. In unserer Vorstellung gibt es aber auch Tiere, die als Symbol für Freiheit stehen: zum Beispiel die Kreaturen von ANDRÉ ROBILLARD (Frankreich, *1932). Hier bemühen sich Tiere um die Herstellung von Gewehren und Raketen und das wiederum bezieht sich auf die Biographie des Künstlers, der sich, wie er oft betonte, eingesperrt fühlte. Er kämpfte aber gegen dieses Gefühl an und entwickelte einen starken Willen, sich seine Freiheit zurückzuerobern. Die wilden Tiere in seinen Werken können sich frei bewegen.

 

André Robillard_Le PythonIndien_WEB

André Robillard, Le Python Indien, undatiert

MIRROR MAN –
DAS SPIEGELBILD DES MENSCHEN

Tiere sind in allen Kulturwerken stark vertreten, weil sie komplexe Aspekte des Menschen repräsentieren. Das Tier erinnert den Menschen an seine Instinkte und Beweggründe, oder besser, an sein „tierisches” Wesen. Und so erzählt ILIJA BOSILJ (Serbien, 1895–1972) auch von der Welt. Der Künstler begann erst im fortgeschrittenen Alter zu malen. Die Geschichten seiner Bilder sind ein Spiegelbild des im Land und im Volk verankerten Wissens. Die Geschichten von Ilija sind nicht einfach zu definieren, weil sie konstant überarbeitet wurden. Der Schlüssel zu dieser Welt, die der Erschaffer selbst “Ilijada” nannte, ist noch nicht gefunden, aber das Echo dieser Magie der Natur ist das, was uns in seinen Bann zieht.

 

Ilija-BOSILJ-ohne-Titel-WEB

Ilija BOSILJ, O. T., undatiert

All dies zeigt uns, wie stark die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist. Es sind Themen, die schon immer Teil des täglichen Lebens der Menschen und eine unmittelbare Inspiration waren.

AUSGESTELLTE KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

Paul AMAR, Frankreich; Enrico BENASSI, Italien; Gregory BLACKSTOCK, Texas USA; Ilija BOSILJ, Serbien; Vittorio CARLESI, Italien; Johann FISCHER, Österreich; Johann GARBER, Österreich; Pietro GHIZZARDI, Italien; Ognjen “Ogi” JEREMIC, Serbien; Michael NEDJAR, Frankreich; Ivan RABUZIN, Kroatien; Gérard RIGOT, Frankreich; André ROBILLARD, Frankreich; Roland ROURE, Frankreich; Germain VANDERSTEEN, Frankreich

 


BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

SHOP UND ENTRESOL

WILLY J. C. FREE

Kleine Ausstellung zu Ehren des Dada Jubiläums.

Von 2.3.16 bis 8.5.16

2006 entstanden im Cabaret Voltaire während einer eindrücklichen Performance des Künstlers Willy J.C. Free vier Werke, die nebst anderen, kleineren Bildern zu Ehren des Dada Jubiläums im Musée Visionnaire ausgestellt sind. Zudem werden filmische Ausschnitte der Performance gezeigt. Mehr Info

IMG_7258

Willy J.C. Free, O.T., 2006


BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

SHOP UND ENTRESOL

ALEXANDRA HUBER

Von 19.11.2016 bis 28.02.2016

ALEXANDRA HUBER (*1955, D) studierte Geschichte, Psychologie und Soziologie. Die Sprache ist ein zentrales Element ihrer Kunst. Huber versteht es, durch die Kombination von menschlichen oder tierischen Figuren und mehrdeutigen Textfragmenten wichtige Themen des Zusammenlebens humorvoll darzustellen. Gerade in diesem Zusammenspiel kommt ihr sarkastischer Blick auf die Welt voll zum tragen. Verkaufsausstellung, der Erlös geht an das Projekt Musée Visionnaire. mehr Infos

Alexandra Huber- let me be please

Alexandra Huber, Let me be please, 2003


 

BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

SHOP UND ENTRESOL

KURT JOSEF HAAS 

von 12.8. bis 15.11.2015

Der Zürcher Künstler KURT JOSEF HAAS (*1938, CH) schafft Visualisierungen innerer Bilder, die ihn selbst erstaunen, aber auch begeistern. Mit den leuchtenden Farben und skurrilen Formen erinnern seine Arbeiten an indianische Garnbilder. Aus labyrinthartig angeordneten Linien entspringen Dämonen, Masken, Vögel, Schlangen, explodierende Sonnen und Sterne, wie es dem Weltbild von Völkern entspricht, deren kulturell-religiöse Praxis mit veränderten Bewusstseinszuständen verbunden ist. Verkaufsausstellung, der Erlös geht an das Projekt Musée Visionnaire.

KJHAAS_FantasiaKurt Josef Haas, Fantasia, 1991

 


ART BRUT JAPAN

SAAL UND PAVILLON

von 1.4. bis 26.7.2015

14-SAWADA

Shinichi SAWADA (*1982),  ohne Titel, undatiert

Das Musée Visionnaire zeigt in Zürich erstmals eine neue Generation von japanischen Art Brut Künstlerinnen und Künstlern, die fernab des etablierten Kunstbetriebes arbeiten und sehr eigenständigeWerke schaffen.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Museum im Lagerhaus, Stiftung für schweizerische Naive Kunst und Art Brut, St. Gallen, entstanden, das 2014 eine grosse Show “Art Brut Japan – Schweiz” zeigte. Die Positionen werden mit Fotografien des renommierten Fotografen Mario DEL CURTO erweitert.

 

Mehr Info 

Agenda _kreis


 

iMACHINATION – JEAN TINGUELY, FRANCOIS MONCHATRE & GUSTAV MESMER

ENTRESOL, SAAL UND PAVILLON

Von 1.10.2014 bis 18.3.2015

Gustav Mesmer - Icarus from Lautertal bei Franco Zehnder

Franco Zehnder, Gustav Mesmer – Icarus from Lautertal, undatiert

Die Künstler Jean Tinguely, François Monchâtre und Gustav Mesmer vereint der Traum, komplexe Konstruktionen zu kreieren, die uns helfen, dem Alltag zu entfliehen. Die Thematik lädt aber auch zu einer Zeitreise in eine vordigitale Welt ein, in der Fortschritt und Fortbewegung noch mit körperlicher Bewegung verbunden waren. Skizzen und Pläne, Bilder und Skulpturen sowie Filmaufnahmen dieser und weiterer Künstler erfüllen das Musée Visionnaire mit Ironie, Esprit und Gesellschaftskritik.

BILDERWAHL #3 – VEHIKEL

PAVILLON

1.10.2014 – 18.3.2015

GAR.020.Motorrad

Johann Garber, Motorrad

In der Ausstellungsreihe Bilderwahl soll der Zauber des Entdeckens anklingen, der bereits Jean Dubuffet angetrieben hat, und zugleich ein Blick hinter die Kulissen gewährt werden: Die Museumsbesucher|innen selbst gestalten die Bilderwahl, indem sie ins Lager eingeladen werden, um ein Exponat aus der Sammlung auszuwählen und zu kommentieren. Dieses Format garantiert eine Inszenierung von Art Brut jenseits der üblichen musealen Hierarchien.
Die Bilderwahl #3 wurde von den Schüler|innen der Montessorischule March zum Thema Fahrzeuge gestaltet. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Collector’s ChoicePepe Vigne.


BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

SHOP UND ENTRESOL

ALAIN SIGNORI 

Von 18.1. bis 18.3.2015

IMG_4258

Alain Signori,  Dans la Gueule du Lion, undatiert

Alain Signori wurde 1962 in Paris geboren. Er lebt und arbeitet in der Ardèche im Süden Frankreichs. Seine vielfältigen Tätigkeiten erklärt er selbst: «Welche Mittel ich auch verwende, am Ende mache ich immer dasselbe. Obsessiv versuche ich intime Dinge zu äussern, die in wenigen Worten haften bleiben. Der Zwang beherrscht mich, pausenlos zu experimentieren, um so mein Innenleben zu übersetzen.»

Im Herzen Maler arbeitet er ebenso gern mit Materialien wie Holz, Aluminium und Altpapier – Hinterlassenschaften unserer Wegwerfgesellschaft, die er zu hellen und freundliche Assemblagen zusammenfügt. So entwickelt er mit einigen Stücken Altmetall und ein wenig Farbe Szenen voll starker Emotionen und erschafft eine poetische Welt. Seine Tiere und Figuren prüfen uns mit ihrem Blick und scheinen uns und unsere Sorgen zu durchschauen; zugleich laden sie ein, selbst ihren Bewegungen und Gefühlen zu folgen. So versteht es Signori, existentiellen Fragen eine erstaunliche Leichtigkeit zu verleihen.

 > Le cirque est là< ist die neue Ausstellung des französischen Künstlers. Signori’s Metallcollagen erwecken scheinbar lebloses Material, verrosteten Abfall zu neuem Leben, alles dreht sich um den Zirkus.
Verkaufsausstellung, bis 18. März 2015.

 


BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

SHOP UND ENTRESOL

YVES D’ANGLEFORT 

Von 2.10.14 bis  11.01.2015 

anglefort zh 14 001 Kopie

Yves D’Anglefort, 032, 2013

1954 in Lyon geboren hat Yves D’Anglefort nach dem Tod seines Stiefvaters eine schwierige Kindheit. Ohne Schulabschluss schlägt er sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, heiratet zweimal und wird wieder geschieden. Er verbringt längere Zeit in Kalifornien und Guadeloupe, bis er 2003 nach Frankreich zurückkehrt. Der belesene und passionierte D’Anglefort leidet unter einer bipolaren Störung. Bereits 1989 hat er mit Zeichnen begonnen, doch erst 2011 findet er zu seinem persönlichen Stil. Seit 2014 ist er in den Sammlungen der Collection de l’Art brut de Lausanne, der Collection ABCD, des Museum of Everything und des Musée d’art brut de Montpellier vertreten. D’Anglefort schafft komplexe Bilder historischer Szenen voller persönlicher Codes, die er aus Aberglaube aber nicht erklären will. Eine neue, im Musée Visionnaire ausgestellte Serie zeigt fantastische Stadt- und Lagepläne, in denen seine eigensinnige Weltsicht dargestellt wird. In Mischtechnik auf Papier verbindet er Geschichte und Geschichten, Personen und Persönlichkeiten.


 

BEGLEITENDE VERKAUFSAUSSTELLUNG

ENTRESOL

ANDRÉ ROBILLARD

Von 18.7. bis 20.9.2014

10559885_1520795858133415_6608768110692970962_n  

André Robillard’s Skulpturen und Bilder, Ansicht zur Ausstellung

André Robillard ist der letzte lebende Künstler, dessen Werk noch von Jean Dubuffet persönlich in die Collection de l’Art Brut aufgenommen wurde. Dokumentar-Film, Objekte und Bilder. Robillard_Saaltext
Verkaufsausstellung: Der gesamte Erlös geht an den gemeinnützigen Verein Musée Visionnaire.


 

CHARACTERS (inkl. Bilderwahl #2) 

SALLE
von 26.3. bis 20.9.2014

 

GALLI_ot_lowres

Giovanni Galli, ohne Titel, undatiert

Menschen und Monster, Charakterköpfe und Chimären – die Welt der Aussenseiterkunst wird von vielerlei geheimnisvollen Wesen bevölkert. Von Boden, Bild und Blatt blickt eine Art Ahnengalerie der Aussenseiterkunst auf die Besucher|innen: Manche Figuren sind freundlich und hübsch, andere abstrakt, fremd oder von Furcht gezeichnet. In ihren vielfältigen Zügen spiegelt sich auch die Reichhaltigkeit der Mittel und Techniken der Outsider Art. Saaltext_CHARACTERS 

Mit Werken von:
Paul Amar (F, *1919), Ulrich Bleiker (CH, 1914–1994), Ida Buchmann (CH, 1936–2001), Margherita Cinque (I, 1942), Viviane De Bueren (CH, *1927), Gottfried Dober (CH, 1917–1997), Paul Duhem (BE, 1919–1999), Fritz Frischknecht (CH, 1893–1983), Giovanni Galli (I,*1950), Johann Garber (A, *1947), Giordano Gelli (I, 1928–2011), Umberto Gervasi (I, *1939), Pietro Ghizzardi (I, 1906–1986), Madge Gill (GB, 1882 –1961), Alberto Guindani (I, 1957), Jakob Greuter (CH, 1890–1984)


 

JOIE DE VIVRE

PAVILLON

von  26.3. bis 20.9.2014

CONCHE_Frau und Blumentopf low 

Damien Conche, ohne Titel, undatiert

In den Werken der französischen Künstler Anselme Boix-Vives (1899–1966), Camille Bombois (1883–1970), Damien Conche (1877–1970) und Germain Van der Steen (1897–1985) bemerkt man sofort ihre Joie de vivre! Angetrieben von ihrer Leidenschaft für die Malerei, ohne je eine andere Schule als das Leben selbst gehabt zu haben, sind es einfache Dinge, wie eine Blume, Nachbars Katze, ein Zirkus-Clown, welche die Künstler eingefangen haben und mit leuchtenden Farben und filigranen Details festhielten. Saaltext_JDV


 

Rosemarie Koczy

ENTRESOL

Von 25.3. bis 12.7.2014

KOCZY-I weave you a shroud-1992 lowres

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosemarie Koczy, Ohne Titel, Undatiert

Die Schattenseiten des Lebens kommen in den kraftvollen Tuschzeichnungen von Rosemarie Koczy (USA ⁄ CH, 1939–2007) zum Ausdruck. Die Ereignisse des 2. Weltkrieges haben die Künstlerin traumatisiert, das Motiv ihrer Arbeit ist die Konfrontation mit den leidvollen Aspekten der menschlichen Existenz. Saaltext_Koczy


 

All you need is passion


SALLE

Von 22.11.2013 bis 18.03.2014

Amar©SE_3_112

 

 

 

 

 

 

 

Paul Amar, Arche Noah, Undatiert

Leidenschaft zeigt sich nicht nur bei den Künstler|innen, die alle über Jahre hinweg und oft unter widrigen Umständen Kunst geschaffen haben. Sondern auch im intensiven Einsatz, den Susi Brunner beim Aufbau ihrer Sammlung geleistet hat: Zum Auftakt präsentiert das Musée Visionnaire einen vielseitigen Einblick in die Sammlung S. Brunner.

Mit Werken von:
Graham ACKROYD, Christiane ALANORE, Paul AMAR, Gregory BLACKSTOCK, Ulrich BLEIKER, Guido BONI, Benjamin BONJOUR, Illja BOSILJ, Damien CONCHE, Viviane De BUEREN, Giovanni GALLI, Umberto GERVASI, Pietro GHIZZARDI, Wolfgang HUEBER, Michel NEDJAR, Giuseppina PASTORE, Marco RAUGEI, Heinrich REISENBAUER, Gérard RIGOT, André ROBILLARD, Volkmar SCHULZ-RUMPOLD, Oswald TSCHIRTNER & Josef WITTLICH


 

Max Raffler / Roland Roure:
Märchen, Mythen & Legenden

PAVILLON

Von 22.11.2013 bis 08.03.2014

ROURE_bateau sirene

 

 

 

 

 

 

 

Roland Roure, Bateau Sirène, undatiert

Die Bilder von Max Raffler stellen eine herzenswarme Volksfrömmigkeit der einfachen Menschen dar, wie er sie empfand und sah. Von Kindheit an hatte er seine Umgebung gemalt und Abbildungen zu den Geschichten verfasst, die er aus Märchenbüchern oder der Kirche kannte. Doch erst mit sechzig wurde sein Talent entdeckt und seine eigenständigen Bildfindungen gewürdigt, die heute weithin begehrt sind. Auch die Werke des französischen Künstlers Roland Roure sind voller Heiterkeit, Poesie und Witz. In seinen leichtfüssigen Skulpturen aus bemaltem Draht und Holz erschafft er fantasievolle Szenarien.


 

Bilderwahl #1 – Sek 2A | Schulhaus Feld

ENTRESOL


Von 22.11.2013 bis 15.03.2014

TSCHIRTNER.013.Ein-Pferd
Oswald Tschirtner: Ein Pferd

In der Ausstellungsreihe Bilderwahl soll der Zauber des Entdeckens anklingen, der bereits Jean Dubuffet angetrieben hat, und zugleich ein Blick hinter die Kulissen gewährt werden: Die Museumsbesucher|innen selbst gestalten die Bilderwahl, indem sie ins Lager eingeladen werden, um ein Exponat aus der Sammlung auszuwählen und zu kommentieren. Dieses Format garantiert eine Inszenierung von Art Brut jenseits der üblichen musealen Hierarchien.
Die Bilderwahl #1 wurde von 22 Schüler|innen der Sek 2A (sowie ihrer Lehrerin) aus dem Schulhaus Feld im Zürcher Kreis 4 gestaltet, die zwischen 13 und 14 Jahre alt sind und ursprünglich aus 12 verschiedenen Ländern stammen.

Mit Werken von:
Gregory Blackstock, Gianni Franceschini, Johann Garber, Kurt Josef Haas, Johann Hauser, Ognjen Jeremic, Mary Lino, Heinrich Reisenbauer, Alain Signori, Oswald Tschirtner & Josef Wittlich


 

Samstag, 6. September | 19-02h
LANGE NACHT DER MUSEEN ZÜRICH: Eine Oase im Herzen der Altstadt
Gönnen Sie sich eine Auszeit in unserem idyllischen Hofgarten!
Programmbooklet Lange Nacht der Museen
Rundgang durch die Ausstellungen |19.30h
mit Rémi Jaccard
Animationsfilme – D. & G. Rigot | ab 20.30h
Die kurzen Animationsfilme des Künstlers Gérard Rigot und seiner Frau Denise sind ein sehr persönliches Statement und erzählen poetische Geschichten von Wein, Liebe und festlichem Feuerwerk. Très français!

Montag, 18. August
Was können wir von Art Brut lernen?
«Der Philosopf sagt, daß der Charakter dem Menschen eine Gottheit sei.»
Was will uns Oswald Tschirtner damit sagen? Sind Aussenseiter die besseren Künstler? Befreit Kunst den Charakter? Und was können wir von Art Brut lernen?
Ab 18h Apéro, um 19.30h präsentiert Rémi Jaccard Zitate, Bilder und Meinungen; anschliessend Diskussion, bei schönem Wetter im Garten.

Mittwoch, 18. Juni
Art Brut im Spiegel der Zeit
In der Reihe KION – Kunst und Kultur geht es dieses Mal um die Art Brut im Spiegel unserer Zeit. Ein Gespräch mit Kennern, Sammlern und Liebhabern von Art Brut, warum sie diese Kunst inspiriert und nicht mehr los lässt.
Es diskutieren Monika Jagfeld (Direktorin Museum im Lagerhaus, Stiftung für schweizerische Naive Kunst und Art Brut, St. Gallen), Gion Mathias Cavelti (Schriftsteller und Art Brut Sammler, Zürich) und Hannah Rieger (Herausgeberin des Buches Kunst, die verbindet und Art Brut Sammlerin, Wien) und das Publikum. Moderation: Olivia Bosshart.
Beginn: 18.30Uhr, danach weiterführende Gespräche und Apéro, geöffnet bis ca. 21Uhr.

Sonntag, 18. Mai 2014| 14–22h
Internationaler Museumstag
15h und 18h Rundgang durch die Ausstellungen mit Rémi Jaccard (je ca. 40min)
Kuchen, Kaffee und Würsten, verweilen und plaudern im Garten des Musée Visionnaire.
Ab 19h Sommerbowle und Musik bis 22h.